Kategorie-Archiv: Texte von Paul Wühr

Paul Wühr: Wiener Vorlesungen zur Literatur

Paul Wühr: Das Falsche und die Lüge. (Wiener Vorlesungen, Teil 1)

Paul Wühr: Authentizität und Fiktion. Über das O-Ton-Hörspiel. (Wiener Vorlesungen, Teil 2)

Paul Wühr: Anmerkungen zur Poesie. (Wiener Vorlesungen, Teil 3)

Der Text richtet sich nach:

Paul Wühr: Das Lachen eines Falschen. Wiener Vorlesungen zur Literatur. Mit Bildern von Jürgen Wolf. München (K. Kieser Verlag, écart 1) 2002

Paul Wühr: Sprache und Poesie. Rede anlässlich der Verleihung des F.-C.-Weiskopf-Preises (Berlin 2001)

Ich bedanke mich für den Franz Carl Weiskopf Preis, der für sprachkritische und sprachreflektierende Werke vergeben wird, die freilich nur im höchsten Eigensinn entstehen, weil Sprache nur mit ihm zum Sprechen zu bringen ist.

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Einen Poeten zum Sprechen zu bringen, erübrigt sich, es sei denn: er spricht vom Eigensinn der Sprache. Als Bürger kann er sich hoffentlich ausdrücken. Dann kommunziert er. Mit der Poesie hat das aber wenig zu tun.

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Er kehrt sich als Poet eigensinnig ab von einem bestimmten Sinn. Er teilt nichts Bestimmtes mit. Er bringt nicht eigensinnig sich selber zur Sprache. Diese ist es, die er eigensinnig dazu bringen will: sich so eigensinnig wie nur möglich aufzuführen.

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