Die Kölner Paul-Wühr-Ausstellung in der Bibliotheca Speck: „Wenn ich schreibe, atme ich in der Poesie“. Ein Bericht von Andreja Andrisevic

Vom 9. November 2014 bis zum 1. Februar 2015 war in der Bibliotheca Reiner Speck zu Köln die Ausstellung „Wenn ich schreibe, atme ich in der Poesie“ [1] zum Gesamtwerk von Paul Wühr (1927-2016) zu sehen. Ausgerichtet wurde die Ausstellung im Auftrag der Paul-Wühr-Gesellschaft, die Kuratoren waren die Verfasserin dieses Berichts, Thomas Betz, Prof. Dr. Wolfgang Lukas und Arthur Pyrskala, Gastgeber war der Kunstsammler, Mediziner und Publizist Prof. Dr. Reiner Speck. Die Gesamtschau auf das umfangreiche Werk Wührs war unterteilt in die Sparten Hörpoem, Gedichtpoem und Prosapoem. Im Fokus stand dabei – die Benennungen deuten es bereits an – das Phänomen der Gattungsüberschreitung in Wührs Werk, aber auch dessen Potential zu Norm- und Tabu-Bruch. Über diese drei gattungsspezifischen Abteilungen wurde außerdem der ausgeprägten Intertextualität in Wührs Schaffen eine eigene Sektion gewidmet, so dass sich die Ausstellung in insgesamt vier thematische Hauptblöcke gliederte.

Innerhalb der Abteilung ‚Hörpoem‘ waren Paul Wührs 15 Hörspiele in drei Phasen unterteilt:  in die ‚Denkspiele‘ der 1960er Jahre (angefangen bei Das Experiment 1963 bis hin zu Fensterstürze 1968), in die wegweisenden Originalton-Hörspiel-Collagen der 1970er Jahre (Preislied 1971, vgl. Abb. 9; Verirrhaus 1972; Trip Null 1973; So eine Freiheit 1973/1992, vgl. Abb. 1) und in Wührs Klangcollagen der 1980er Jahre. Der Spezialfall der sog. akustischen ‚Teichoskopie‘ Thisbe und Thisbe (1987) wurde in seiner Autoreflexivität zu Wührs Fensterstürzen in Beziehung gesetzt.

In der Abteilung ‚Gedichtpoem‘ wurden neben Wührs weitgehend unbekannten Oden und Hymnen der 50er Jahre (z.B. der Privatdruck Terra Nova oder der unveröffentlichte Zyklus Satanien) und seinen Poemen aus den 70ern (darunter das kartographische Großpoem Gegenmünchen, vgl. Abb. 2) seine monumentalen Gedichtzyklen vorgestellt (Dame Gott 2007; Salve res publica poetica 1997; Venus im Pudel 2000, vgl. Abb. 3). Ein besonderer Schwerpunkt galt dabei dem Zyklus Sage (1988; Petrarca-Preis) und  Berührungspunkten zu dem von Wühr hoch verehrten Werk Francesco Petrarcas, welches in der Sammlung der Bibliotheca Speck eine zentrale Rolle einnimmt und auf welches auch das für die  Ausstellung titelgebende Zitat Wührs (siehe Fußnote 1) Bezug nimmt.

Unter dem Titel ‚Prosapoemen‘ waren wiederum Wührs Kinderbücher der frühen 60er Jahre, sein ‚Romantheater‘ Das falsche Buch (1984, vgl. Abb. 10) und die antichronologischen Tagebuch-Kompositionen Der faule Strick (1987) und Der wirre Zopf zusammengefasst (letztere im vollständigen Original-Manuskript, vgl. Abb. 5). Dabei wurden – dem besonderen Ort und der Sammlung des Gastgebers Rechnung tragend – u.a. auch autobiographische Bezüge zu Reiner Speck und intertextuelle Bezüge zu Leben und Werk von Marcel Proust beleuchtet. Einen wichtigen Unterbereich bildete darüber hinaus Wührs ‚Poetik des Falschen‘, die anhand poetologischer Schriften und Reden (vgl. Abb. 4), aber auch anhand des narrativen ‚Buchs der Fragen‘ Luftstreiche (1994) offen gelegt wurde.

Die vierte Abteilung ‚Intertextualität‘ widmete sich schließlich Wührs Praxis einer ‚Wissenspoesie‘, die sich dadurch auszeichnet, dass darin fremde Inhalte aus Wissenschaft, Philosophie und Literatur transformiert dem eigenen Werk einverleibt werden (das sog. ‚falsche Zitieren‘). Diese wuchernde Bezüglichkeit in Wührs Werk wurde durch die  Präsentation von Referenztexten des Falschen Buchs (vgl. Abb. 6) und der Luftstreiche aufgezeigt, durch die mikroskopische Sicht auf einzelne Textausschnitte und deren genaue Zusammensetzung (vgl. Abb. 12/13), durch die Demonstration der intertextuellen Struktur des Großpoems Salve res publica poetica mittels Planskizzen und Partituren (vgl. Abb. 19) und durch das Beleuchten von Wührs poetischen Haupt-‚Gesprächspartnern‘ Johann Georg Hamann und Alfred North Whitehead. Außerdem wurde Paul Wühr in dieser Abteilung auch als kartographischer Leser der Stadt München in diversen seiner Werke vorgestellt (vgl. Abb. 11). Zwei zentrale Themenfelder Wührs wurden ebenfalls exemplarisch präsentiert, nämlich die der Sexualität und der Religion (vgl Abb. 7). Darüber hinaus kam Paul Wühr in dieser Abteilung als literarischer Vernetzer zur Geltung, insbesondere am Beispiel der Autorenbuchhandlung in München, die er zusammen mit seiner Frau Inge Poppe-Wühr 1973 gründete.

Ausgestellt war äußerst vielfältiges, teils noch unveröffentlichtes Material unterschiedlicher Herkunft: Handschriften und Zeichnungen, Printmedien, Objekte, Urkunden, Fotografien und Audio- und Filmmaterialien, u.a. aus dem Vorlass von Paul Wühr im Deutschen Literaturarchiv Marbach, aus dem Privatbesitz des damals noch lebenden Autors, aus dem Besitz des Kunstsammlers Reiner Speck und aus diversen Sender- und Verlags-Archiven. Es handelte sich weitgehend um erstmalig gezeigtes textgenetisches, entstehungs- und rezeptionsgeschichtliches Material. Ein Highlight waren neben den vielfältigen Manuskripten in den verschiedensten Entwurfsstadien (vgl. z.B. Abb. 14/15) mit Sicherheit die zahlreichen durchgearbeiteten Bücher aus Wührs Privatbibliothek mit handschriftlichen Kommentaren (vgl. Abb. 7/8), welche einmalige Einblicke in die Dichterwerkstatt boten und die für Wührs Gesamtwerk maßgeblichen Verfahren der Selektion, der Dekontextualisierung und der Fragmentierung von Sätzen und ihrer anschließenden rhythmisierenden Rekombination („Figuration“) greifbar machten. Zeugnisse zu den spezifischen Umständen der Entstehung (z.B. Briefwechsel mit Sendeanstalten, Redakteuren, Lektoren) und Dokumente zur Rezeption (Rezensionen, Leserbriefe, Gerichtsbeschlüsse) verwiesen dagegen auf das Provokationspotential in Wührs Werk. Besonders eindrucksvoll waren vor allem die an der Wand angebrachten, großformatigen Farb-Reproduktionen von komplexen Planskizzen und Partituren, die Wühr zu einigen seiner Werke angefertigt hat, darunter eine Partitur der Klangcollage Soundseeing Metropolis München (1986) in 14 Tableaus (jwl. 58,5 x 41,5 cm!) und ein Strukturplan zur noch unveröffentlichten Tagebuch-Komposition Der wirre Zopf in 12 Tafeln (jwl. ca. 20 x 32 cm; Abb. 16/17/18).

Das exklusive Original-Material wurde nicht nur in Vitrinen, Regalen und an der Wand präsentiert, sondern zusätzlich mittels einer digitalen Applikation (kurz: App) für Touchscreen-Tablet-Computer, in welcher insgesamt rund 800 Scans und 400 Erläuterungstexte einsehbar waren. In dieser iPad-App, die von Ivo Wessel programmiert wurde, waren sämtliche Ausstellungs-Exponate in virtueller Form abgebildet, ergänzt durch Legenden und Kommentare (vgl. Abb. 20/21). Dies hatte den Vorteil, dass die digitalisierten Ausstellungsstücke zum einen mittels Zoom optisch vergrößert werden konnten, was insbesondere bei der Entzifferung von Original-Handschriften kostbar ist, und zum anderen, dass Exponate, die in der physischen Ausstellung naturgemäß nur einseitig (also vor- oder rückseitig) ausgelegt werden konnten, innerhalb der App in voller Länge einsehbar waren. Das virtuelle Display diente dabei jedoch nicht nur als elektronisches Abbild und als Navigator der Ausstellung, sondern bot darüber hinaus reichlich Zusatz-Material. Außerdem ermöglichte die App zahlreiche Verlinkungen einzelner Exponate untereinander (vgl. Abb. 17), was gerade in Anbetracht der hochgradig vernetzten Bezüge in Wührs Werk besonders anregend war. Auch bot sie die Möglichkeit, die Materialien nach unterschiedlichen Parametern zu sortieren und zu filtern. So konnte sich  der Besucher jenseits der Grundsortierung nach Vitrinen sämtliche Objekte auch sortiert nach einzelnen Werken, Gattungen, Jahr oder Medientyp anzeigen lassen. Unter der Rubrik ‚Stichworte‘ bestand außerdem das Angebot, sich ausschließlich Exponate, die im Zusammenhang zu bestimmten Orten, Personen, Textsorten oder Themen (z. B. Philosophie, Sexualität, Poetik etc.) etc. standen, anzeigen zu lassen. Ferner wurden vom Kuratoren-Team verschiedene Selektionen zusammengestellt, in denen ausgewählte Exponate unter  Oberbegriffen wie ‚Für Volljährige‘, ‚Für Gottlose‘ etc. angezeigt wurden.
Die Tablets dienten schließlich auch als komfortable, tragbare Abspielgeräte für das vielfältige Audio- und Filmmaterial. Über die Dauer der Ausstellung hinaus bietet die App den Vorzug einer erweiterbaren, digitalen Dokumentation zu Leben und Werk des Autors Paul Wühr.

Die Ausstellung in der von Oswald Ungers 1996 gebauten Villa mit dem  Beinamen „Haus ohne Eigenschaften“ war bei ihrer Eröffnung rege besucht (vgl. Abb. 22). Neben einer Vielzahl von Mitgliedern der Proust-Gesellschaft, deren Vorsitzender der Ausstellungs-Gastgeber Reiner Speck ist, waren zahlreiche Verehrer des Werks von Paul Wühr aus ganz Deutschland angereist. Den Festvortrag mit dem sprechenden Titel „Von der Poesie republikanischer Rede“ hielt Herbert Wiesner (Gründer und ehemaliger Leiter des Literaturhauses Berlin). Zuvor hatte Reiner Speck mit einer feinsinnigen Rede, in welcher er Parallelen im Werk von Paul Wühr und Marcel Proust herausgestellt hatte, die Besucher begrüßt; der Co-Kurator Wolfgang Lukas (Universität Wuppertal) hatte differenziert in die Ausstellungskonzeption eingeführt und Sabine Kyora (Universität Oldenburg) in einem schwungvollen Vortrag den von ihr und Wolfgang Lukas herausgegebenen, frisch erschienenen Tagungsband „Paul Wühr. Strategien der Wissenspoesie“ (text + kritik 2014) vorgesellt. Den Höhepunkt der Eröffnung markierte jedoch zweifelsohne die Lesung Paul Wührs aus seinem Gedichtzyklus Sage (Abb. 25) – der letzten Lesung zu Lebzeiten des damals 87-jährigen Dichters, der zur Eröffnung der Ausstellung eigens aus seinem Domizil in Umbrien angereist war. Zusammen mit seiner Frau Inge Poppe (Abb. 24) besichtigte er im Anschluss an die Lesung (und nachdem er im Rollstuhl die Treppen in das Obergeschoß empor getragen wurde) tief berührt die Ausstellung zu seinem Werk (Abb. 23), das ihn überdauern wird. Das Publikum hatte er zu Beginn seiner Lesung mit den Worten begrüßt: „Ich danke Ihnen, dass Sie zu mir kommen, nachdem man mich in eine Ausstellung verwandelt hat.“

Andreja Andrisević

[1] Zitat von Paul Wühr aus einem Brief an Matthias Hoppe vom 17. Juli 1990, enthaltend die Antworten auf Interviewfragen bezüglich der Verleihung des Petrarca-Preises für die September-Ausgabe der Zeitschrift Ambiente im Jahr 1990 (Privatbesitz Reiner Speck). Im vollen Wortlaut, der auf dem Leporello zur Ausstellung wiedergegeben ist, lautet das Zitat: „Wenn ich schreibe, atme ich in der Poesie. Petrarca ist für mich beinahe die Poesie selbst. Nähe zu ihm ist also eine atemberaubende Ehre“.

*Einen ausführlicheren Bericht zur Konzeption der Ausstellung findet sich – verfasst von Andreja Andrisević, Wolfgang Lukas und Ivo Wessel – unter dem Titel „Zwischen Materialität und ,Second Space’. Zur Kölner Paul-Wühr-Ausstellung in der Bibliotheca Speck: Wenn ich schreibe, atme ich in der Poesie“ in: Editio Bd. 29, H. 1, 2015, S. 156–177.

Abb.1:Regalfach zum Originalton-Hörspiel So eine Freiheit (v.l.n.r.): sämtliche Tonband-Papphüllen und eines der 21 Original- BASF-Tonbänder (enthaltend Wührs Interviews mit elf Frauen, welche das Ausgangsmaterial für die spätere Collage zum Hörspiel darstellen), handschriftliche Liste mit Namen, Alters- und Berufsangaben der interviewten Frauen, Protokoll-Liste zu den Tonbändern, eine Liste mit Vermerk der thematisch relevanten Tonband-Passagen und die Einverständniserklärung der Interviewten (© T. Betz)

Abb.1:Regalfach zum Originalton-Hörspiel So eine Freiheit (v.l.n.r.): sämtliche Tonband-Papphüllen und eines der 21 Original-BASF-Tonbänder (enthaltend Wührs Interviews mit elf Frauen, welche das Ausgangsmaterial für die spätere Collage zum Hörspiel darstellen), handschriftliche Liste mit Namen, Alters- und Berufsangaben der interviewten Frauen, Protokoll-Liste zu den Tonbändern, eine Liste mit Vermerk der thematisch relevanten Tonband-Passagen und die Einverständniserklärung der Interviewten (© T. Betz)

Abb. 2: Regalfach zu Gegenmünchen (v.l.n.r.): Rezension (C. Amery), GM (mit Original-Bauchbinde), Druckfahne, Foto Buchmesse, Typo-/Manuskript (© T. Betz)

Abb. 2: Regalfach zu Gegenmünchen (v.l.n.r.): Rezension (C. Amery), GM (mit Original-Bauchbinde), Druckfahne, Foto Buchmesse, Typo-/Manuskript (© T. Betz)

Abb. 3: Regalfach zu Venus im Pudel und zur Tanzschrift (v.l.n.r.): Planskizze zur Venus; ViP (Kasette), Tanzschrift (aufgeklappt), Tagebucheintrag vom 9.8.1999 zu ViP (© T. Betz)

Abb. 3: Regalfach zu Venus im Pudel und zur Tanzschrift (v.l.n.r.): Planskizze zur Venus; ViP (Kasette), Tanzschrift (aufgeklappt), Tagebucheintrag vom 9.8.1999 zu ViP (© T. Betz)

Abb. 4: Regalfach zur „Lehre des Falschen“, enthaltend Publikationen mit poetologischen Schriften/Reden, Urkunde ‚Großer Literaturpreis‘, Malerei von j. Wolf, Einladungskarte zu Wührs Poetik-Vorlesung in Mainz (© T. Betz)

Abb. 4: Regalfach zur „Lehre des Falschen“, enthaltend Publikationen mit poetologischen Schriften/Reden, Urkunde ‚Großer Literaturpreis‘, Malerei von j. Wolf, Einladungskarte zu Wührs Poetik-Vorlesung in Mainz (© T. Betz)

Abb. 5: Regalfach zum „Wirren Zopf“, enthaltend ein Original-Typoskript als Papierstapel, umgeben von Zeitschriften mit Vorabdrucken (© T. Betz)

Abb. 5: Regalfach zum „Wirren Zopf“, enthaltend ein Original-Typoskript als Papierstapel, umgeben von Zeitschriften mit Vorabdrucken (© T. Betz)

Abb. 6: Regalfach zur Intertextualität im Falschen Buch, enthaltend eine Auswahl von Fremdtexten, die in das FB eingeflossen sind (© T. Betz) Vorabdrucken (© T. Betz)

Abb. 6: Regalfach zur Intertextualität im Falschen Buch, enthaltend eine Auswahl von Fremdtexten, die in das FB eingeflossen sind (© T. Betz)

Abb. 7: Regalfach der Abteilung ‚Intertextualität‘ zu den Themen Sexualität und Religion, enthaltend Bücher aus Wührs Privatbibliothek mit Anstreichungen und Kommentaren (mittig: Foto von Richard Dadds aus Wührs Privatbesitz) (© C.-M. Ort)

Abb. 7: Regalfach der Abteilung ‚Intertextualität‘ zu den Themen Sexualität und Religion, enthaltend Bücher aus Wührs Privatbibliothek mit Anstreichungen und Kommentaren (mittig: Foto von Richard Dadds aus Wührs Privatbesitz) (© C.-M. Ort)

Abb. 8: Exponatbeispiel aus der Schubfach-Vitrine zu Sage: Das Buch Sage aus Wührs Privatbibliothek mit Anstreichungen und Kommentaren (© T. Betz)

Abb. 8: Exponatbeispiel aus der Schubfach-Vitrine zu Sage: Das Buch Sage aus Wührs Privatbibliothek mit Anstreichungen und Kommentaren (© T. Betz)

Abb. 9: Schubfach-Vitrine zum Originalton-Hörspiel „Preislied“ (v-l.n.r.),: Foto (Verleihung des Kriegsblindenpreises), Begründnung der Jury, Rezensionen (W. Genanzino, H.-J. Schyle, M. Franke), Wührs Preisrede (Original-Typoskript), Foto (Wühr bei der Preisrede), ein Hörer-Protest-Brief an den NDR, der Beginn des Interviews „Der Redefluß verschleiert“ von K. Ramm mit P. Wühr, Manuskripte mit Notizen zu einzelnen Figurationen und zum Thema Manipulation, Reclam-Buch „Preislied“ (aufgeschlagen) (© T. Betz)

Abb. 9: Schubfach-Vitrine zum Originalton-Hörspiel „Preislied“ (v-l.n.r.),: Foto (Verleihung des Kriegsblindenpreises), Begründnung der Jury, Rezensionen (W. Genanzino, H.-J. Schyle, M. Franke), Wührs Preisrede (Original-Typoskript), Foto (Wühr bei der Preisrede), ein Hörer-Protest-Brief an den NDR, der Beginn des Interviews „Der Redefluß verschleiert“ von K. Ramm mit P. Wühr, Manuskripte mit Notizen zu einzelnen Figurationen und zum Thema Manipulation, Reclam-Buch „Preislied“ (aufgeschlagen) (© T. Betz)

Abb. 10: Schubfach-Vitrine zum Falschen Buch (v.l.n.r.): Foto und Brief von U. Sonnemann; Rezension (H. Wiesner), Foto (Wühr/Wiesner); Typoskript, Vorabdruck und Endfassung des Buchanfangs; Werbe-Leporello (Hanser); Typoskript mit handschriftlichen Anmerkungen zur Figuration „Poppes’ Gebet vor der Terra Nova“, Papierflieger (aus einer FB-Seite gefaltet; die ‚Erschaffung‘ Poppes’ bzw. dessen Landung als Papierflieger: „Poppers kommt an“), Zeichnung zur „Erschaffung der Terra Nova“ (Kopulation Demeter/Rosa) (© T. Betz)

Abb. 10: Schubfach-Vitrine zum Falschen Buch (v.l.n.r.): Foto und Brief von U. Sonnemann; Rezension (H. Wiesner), Foto (Wühr/Wiesner); Typoskript, Vorabdruck und Endfassung des Buchanfangs; Werbe-Leporello (Hanser); Typoskript mit handschriftlichen Anmerkungen zur Figuration „Poppes’ Gebet vor der Terra Nova“, Papierflieger (aus einer FB-Seite gefaltet; die ‚Erschaffung‘ Poppes’ bzw. dessen Landung als Papierflieger: „Poppers kommt an“), Zeichnung zur „Erschaffung der Terra Nova“ (Kopulation Demeter/Rosa) (© T. Betz)

Abb. 11: Schubfach-Virtine zu München-Bezügen (v.l.n.r.): Manuskript/Zeichnung zu Gegenmünchen, Kassette Soundseeing Metropolis München, Intertext München von. R. H. Francé, Wührs Original-Collage des fiktionalisierten Stadtplans im Falschen Buch mit Foto von Wührs Schreibtisch bei der Verfertigung, Planskizze zu den Handlungsorten in Der Wirre Zopf, Foto (P. Wühr am Schreibtisch) (© T. Betz)

Abb. 11: Schubfach-Virtine zu München-Bezügen (v.l.n.r.): Manuskript/Zeichnung zu Gegenmünchen, Kassette Soundseeing Metropolis München, Intertext München von. R. H. Francé, Wührs Original-Collage des fiktionalisierten Stadtplans im Falschen Buch mit Foto von Wührs Schreibtisch bei der Verfertigung, Planskizze zu den Handlungsorten in Der Wirre Zopf, Foto (P. Wühr am Schreibtisch) (© T. Betz)

Abb. 12: Schubfach-Vitrine mit Materialien zur intertextuellen Bezugnahme P. Wührs auf J. G. Hamann in Das falsche Buch (siehe nachfolgende Detailansicht), Luftstreiche (Rezension J. Drews), Salve res publica poetica (Manuskript), Ob der Magus in Norden (Buch) (© T. Betz)

Abb. 12: Schubfach-Vitrine mit Materialien zur intertextuellen Bezugnahme P. Wührs auf J. G. Hamann in Das falsche Buch (siehe nachfolgende Detailansicht), Luftstreiche (Rezension J. Drews), Salve res publica poetica (Manuskript), Ob der Magus in Norden (Buch) (© T. Betz)

Abb. 13: Detailansicht der Schubfach-Vitrine zu Wührs Bezugnahme auf J. G. Hamann, in der mittels eines roten Garns u.a. die Fremdbezüge/Zitate in der Figuration „Gespräch mit dem Magus in Norden: Die Wurfschaufel“ aus dem Falschen Buch nachvollzogen werden (v.l.n.r.): Briefe Hamanns an J. C. Lavater ( 18.01.1778) und J. G. Herder (18..05.1777), Ausschnitt aus Lavaters Physiognomischen Fragmenten zu Hamann, Original-Manuskript der ‚Wurfschaufel’-Figuration, erste Seite von J. G. Hamanns Aesthetica in nuce (aus Wührs Privatbibliothek), Ausschnitte aus der Heiligen Schrift (1. Korinther 9.10, 24-27; Matthäus 2. 3. 4, 11- 12) (© T. Betz)

Abb. 13: Detailansicht der Schubfach-Vitrine zu Wührs Bezugnahme auf J. G. Hamann, in der mittels eines roten Garns u.a. die Fremdbezüge/Zitate in der Figuration „Gespräch mit dem Magus in Norden: Die Wurfschaufel“ aus dem Falschen Buch nachvollzogen werden (v.l.n.r.): Briefe Hamanns an J. C. Lavater ( 18.01.1778) und J. G. Herder (18..05.1777), Ausschnitt aus Lavaters Physiognomischen Fragmenten zu Hamann, Original-Manuskript der ‚Wurfschaufel’-Figuration, erste Seite von J. G. Hamanns Aesthetica in nuce (aus Wührs Privatbibliothek), Ausschnitte aus der Heiligen Schrift (1. Korinther 9.10, 24-27; Matthäus 2. 3. 4, 11-
12) (© T. Betz)

Abb. 14: Schubfach-Virtine zur textgenetischen Entwicklung der Figur Heimeran Phywa und der Figurationen „Das Versteckspielregelspiel“ und „Der Todesversteckspielturm“ in Das falsche Buch (v.l.n.r.): Manu-/Typoskriptseiten aus der unveröffentlichten Erzählung und der (nicht realisierten) Hörspielfassung „Der Kuckuck“ (ca. 1960), Manu-/Typoskript und Abdruck der Gedichtkomposition „Der grosse Kuckuck oder das Versteckspielregelspiel“ (in Jahresring 1973; als „Versteckspielregelspiel“ in das FB eingegangen), Ausschnitt aus der Figuration „Der Todesversteckspielturm“ in Das falsche Buch (1983), Manuskriptseite aus dem Nachlass zu Gegenmünchen mit der unveröffentlichten Figuration „Versteckspiel“, die nicht in GM eingegangen ist (siehe auch nachfolgende Detailansicht). (© T. Betz)

Abb. 14: Schubfach-Virtine zur textgenetischen Entwicklung der Figur Heimeran Phywa und der Figurationen „Das Versteckspielregelspiel“ und „Der Todesversteckspielturm“ in Das falsche Buch (v.l.n.r.): Manu-/Typoskriptseiten aus der unveröffentlichten Erzählung und der (nicht realisierten) Hörspielfassung „Der Kuckuck“ (ca. 1960), Manu-/Typoskript und Abdruck der Gedichtkomposition „Der grosse Kuckuck oder das Versteckspielregelspiel“ (in Jahresring 1973; als „Versteckspielregelspiel“ in das FB eingegangen), Ausschnitt aus der Figuration „Der Todesversteckspielturm“ in Das falsche Buch (1983), Manuskriptseite aus dem Nachlass zu Gegenmünchen mit der unveröffentlichten Figuration „Versteckspiel“, die nicht in GM eingegangen ist (siehe auch nachfolgende Detailansicht). (© T. Betz)

Abb. 15: Detailansicht der Schubfach-Virtine zur textgenetischen Entwicklung der Figur Heimeran Phywa und der Figurationen „Das Versteckspielregelspiel“ und „Der Todesversteckspielturm“ in Das falsche Buch (Beschreibung s.o.) (© T. Betz)

Abb. 15: Detailansicht der Schubfach-Virtine zur textgenetischen Entwicklung der Figur Heimeran Phywa und der Figurationen „Das Versteckspielregelspiel“ und „Der Todesversteckspielturm“ in Das falsche Buch (Beschreibung s.o.) (© T. Betz)

Abb. 16: Faksimiles einer kalendarischen Planskizze auf 12 Tableaus (jew. ca. 20 cm Breite x 32 cm Höhe; Hängung insg. ca. 100 qcm) zum Aufbau der Tagebuch-Komposition Der wirre Zopf, welche die Auftritte der verschiedenen Handlungsträger im Werk mittels abstrakter bunter Zeichen anzeigen; mittig befindet sich eine Auflistung der einzelnen Figuren mit Kürzel und Zeichen (© T. Betz)

Abb. 16: Faksimiles einer kalendarischen Planskizze auf 12 Tableaus (jew. ca. 20 cm Breite x 32 cm Höhe; Hängung insg. ca. 100 qcm) zum Aufbau der Tagebuch-Komposition Der wirre Zopf, welche die Auftritte der verschiedenen Handlungsträger im Werk mittels abstrakter bunter Zeichen anzeigen; mittig befindet sich eine Auflistung der einzelnen Figuren mit Kürzel und Zeichen (© T. Betz)

Abb. 17: Detailansicht einer Schubfach- Vitrine zum Wirren Zopf: Manuskript/ Zeichnung mit einer Auflistung der Abkürzungen der einzelnen Handlungsträger und den ihnen zugeordneten abstrakten Zeichen; Vorabdruck aus dem Wirren Zopf (© T. Betz)

Abb. 17: Detailansicht einer Schubfach-Vitrine zum Wirren Zopf: Manuskript/ Zeichnung mit einer Auflistung der Abkürzungen der einzelnen Handlungsträger und den ihnen zugeordneten abstrakten Zeichen; Vorabdruck aus dem Wirren Zopf (© T. Betz)

Abb. 18: Detailansicht einer der 12 Tafeln der Partitur zum Wirren Zopf (© C.-M. Ort)

Abb. 18: Detailansicht einer der 12 Tafeln der Partitur zum Wirren Zopf (© C.-M. Ort)

Abb.: 19 Faksimiles zweier Strukturpläne zu Salve res publica poetica, ausgelegt in einer Schubfachvitrine (© C.-M. Ort)

Abb.: 19 Faksimiles zweier Strukturpläne zu Salve res publica poetica, ausgelegt in einer Schubfachvitrine (© C.-M. Ort)

Abb. 20: Screenshot eines Ausschnitts der Miniaturbild-Vorschau in der Mobilen Applikation

Abb. 20: Screenshot eines Ausschnitts der Miniaturbild-Vorschau in der Mobilen Applikation

Abb. 21: Screenshot der geöffneten Datei eines Exponats in der Mobilen Applikation mit Legendentext, vergrößerbarem Scan und Hyperlinks zu verwandten Exponaten

Abb. 21: Screenshot der geöffneten Datei eines Exponats in der Mobilen Applikation mit Legendentext, vergrößerbarem Scan und Hyperlinks zu verwandten Exponaten

Abb. 22: Besucher der Paul-Wühr-Ausstellung in der Bibliotheca Speck bei der Eröffnung am 9.11.2014 (© C.-M. Ort)

Abb. 22: Besucher der Paul-Wühr-Ausstellung in der Bibliotheca Speck bei der Eröffnung am 9.11.2014 (© C.-M. Ort)

Abb. 23: Paul Wühr, im Rollstuhl sitzend, bei der Besichtigung der Ausstellung vor der ausgezogenen Schubfachvitrine zu seinen frühen Hymnen aus den 50er und 60er Jahren (© C.-M. Ort)

Abb. 23: Paul Wühr, im Rollstuhl sitzend, bei der Besichtigung der Ausstellung vor der ausgezogenen Schubfachvitrine zu seinen frühen Hymnen aus den 50er und 60er Jahren (© C.-M. Ort)

Abb. 24: Inge Poppe-Wühr bei der Besichtigung der Ausstellung (© N.N.)

Abb. 24: Inge Poppe-Wühr bei der Besichtigung der Ausstellung (© N.N.)

Abb. 25: Paul Wühr bei seiner Lesung aus Sage anlässlich der Ausstellungseröffnung am 9.11.14 (© C.-M. Ort)

Abb. 25: Paul Wühr bei seiner Lesung aus Sage anlässlich der Ausstellungseröffnung am 9.11.14 (© C.-M. Ort)